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Frauenzeitschriften und Fasten

Januar 21st, 2009 · No Comments

Die Abkürzung ff, die man an so mancher Ladentür finden kann, hat weder mit Frauenzeitschriften, noch mit Fasten zu tun. Die beiden Buchstaben ff stehen für Fleischereifachgeschäft. Beschäftigt sich eine regelmäßige Leserin einer oder mehrerer der diversen auf dem Markt erhältlichen Frauenzeitschriften mit einem Fleischereifachgeschäft, so hat sie in der Regel die zum Thema Fasten enthaltenen Beiträge in eben diesen Zeitschriften entweder nicht gelesen, absichtlich übersehen oder schlichtweg aus Versehen nicht entdeckt. Hätte sie nämlich die Artikel zu diesem Thema gesehen und dann auch gelesen, so würde sie sich nämlich nicht mit einem Fleischereifachgeschäft beschäftigen und schon gar nicht davor stehen.

Hauptthema dieser Artikel ist das Fasten. Die meisten dieser Artikel propagieren Methoden, um sein Gewicht zu reduzieren, die ohne Fleisch auskommen. Wer Fleisch zu sich nimmt, verspielt den immensen Geschwindigkeitsvorteil, den Diäten aus diesen Zeitschriften versprechen, welche eine vegetarische Diät vor einer hat, bei der auch Fleisch erlaubt ist. Man kann somit nicht mehr etliche Kilo in nur wenigen Tagen bis Wochen verlieren. Beworben werden solche Fastenkuren in diesen Zeitschriften auch mit Werbespots, die im TV ausgestrahlt werden. Man fragt sich aber beim Ansehen meistens, warum die Protagonistinnen in diesen Spots überhaupt Gewicht verlieren wollen.

Denn eigentlich sehen diese Schauspielerinnen so aus, als hätten sie das Fasten schon hinter sich. Die Geschichte, der zu Papier gebrachten Fastenkuren reicht weit zurück. Schon in der Bibel wurde eine 40 Tage lange Fastenkur erwähnt. Dieses Prozedere wurde von der katholischen Kirche übernommen und bis heute beibehalten. Im Unterschied zu den diversen Möglichkeiten der Gewichtsreduzierung, die in Frauenzeitschriften angeboten werden, ist bei der Diät der katholischen Kirche nur eine Mahlzeit am Tag erlaubt. Diese kann auch größer ausfallen, da sie ja für 24 Stunden vorhalten muss. Die Frauenzeitschriften haben, wie gesagt, dieses Erfolgsrezept übernommen und veröffentlichen jede Woche oder auch alle zwei Wochen eine neue Wunderdiät.

Manchmal gewinnt man den Eindruck, dass viele Artikel über das Fasten, die in diesen Zeitschriften erscheinen, absichtlich eine alles andere als abwechslungsreiche Kost bieten. Dieses könnte damit begründet werden, dass die Konkurrenz unter den Frauenzeitschriften doch sehr groß ist und man eigentlich jede Woche eine neue Erfolgsdiät auf den Markt werfen muss, um seine Verkaufszahlen zu halten oder im besten Fall sogar noch zu steigern. Da ein Jahr ja bekanntermaßen 52 Wochen hat, muss man mit der Auswahl der Zutaten zur jeweiligen Diät natürlich etwas sparsamer umgehen. Denn lässt man in der einen Woche eine oder zwei Zutaten weg, hat man eigentlich schon fast die komplette Zutatenliste für die folgende Ausgabe fertig.